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20 Sep 2011
Film-Review 1
Picture by Universal Studios

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Scott Pilgrim - 22 Jahre alt - weiß mit seinem Leben nicht so recht etwas anzufangen. Er wohnt bei seinem schwulen Kumpel Wallace zur Untermiete und spielt recht unambitioniert in der Band Sex Bomb-Omb am Bass. Er ist ein Slacker durch und durch. Nebenbei datet er das 17-jährige Schulmädchen Knives, nachdem er von seiner Highschool-Liebe Envy Adams verlassen wurde.

Doch das alles ändert sich, nachdem er der Frau seiner Träume begegnet: Ramona Flowers. Fortan ist er von ihr besessen und arrangiert auf wohl eher unüblicher Weise ein Date mit ihr. Zu seiner Überraschung funkt es zwischen den beiden. Doch es gibt ein Problem: Er muss vorher ihre sieben teuflischen Exfreunde Ex-Lover besiegen, die jeglichem Nebenbuhlern eher kritisch gegenüberstehen: Sie wollen ihn töten.

Meine 2 Pfennige

Zunächst hatte ich persönlich diesen Film gar nicht wahrgenommen und nun aber per Zufall für mich entdeckt. Ich kenne ja noch nicht mal die Comic Vorlage. Auch habe ich früher eher weniger Videospiele gespielt und kenne wenn nur den Mainstream des Mainstreams. Daher blieb wohl der „Den muss ich sehen.“-Nerv vom Trailer gänzlich unbeeindruckt. Wie blind ich einst doch war!
Inzwischen habe ich ihn vier Mal angesehen. Er wird einfach nicht langweilig. Man findet immer mehr kleine Details. Und jeden, mit dem ich in letzter Zeit irgendwie über Filme geplaudert habe, habe ich dazu förmlich genötigt diesen absolut genialen Streifen zu sehen!

Es fängt alleine schon damit an, dass das Universal-Logo am Anfang des Filmes verpixelt, ruckelnd und mit 8-bit Chiptune unterlegt daher kommt. Ich meine: Habt ihr jemals das Logo der Produktionsfirma wahrgenommen?! Der ganze Film wirkt eher wie ein Videospiel und Comic in einem. Knall bunte Onomatopoesie (Level up: Fremdwort gelernt.) und Typographie mit übertrieben vielen visuellen Effekten. Positiv übertrieben! Dazu kommt noch ein sehr schnelles, aber nicht hektisches Erzähltempo. Ebenso sind mir die Schnitte zwischen den Szenen positiv aufgefallen. (Und ich gucke Filme recht unbewusst, was Film- und Schnitttechniken angeht.) Insgesamt deshalb schon ein sehr kurzweiliger Film. Die 112 Minuten kommen einem nicht wie 112 Minuten vor.

Die Geschichte ist ebenfalls unglaublich gut erzählt. Ja, es ist insgesamt gesehen eine Lovestory ;) Aber die Art und Weise, wie skurril die Dialoge geführt werden; das dazugehörige Timing; genial! Absolut meine Façon an Humor. Garniert wird das Ganze neben den im Street Fighter-Stil gehaltenen Kämpfe (mit atemraubenden Choreographie!) mit vielen anderen kleinen Gimmicks aus diversen anderen Videospielen.

Insgesamt muss ich dem Poster absolut zustimmen: „An epic of epic epicness.“ Awesome!

10/10 Punkte
(Eigentlich ist die Punktbewertung absolut hinfällig, da ich gar keine Zeit habe, hier schlechte Filme zu erwähnen oder gar zu bewerten!)

Veröffentlich von Juergen Fitschen am 20.09.2011
Permanentlink: http://bequemlichkeitsgruen.de/post/1316541600

1 Kommentar wurde hinterlassen

#109.11.2011 11:46

Naddy:

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